Leben zwischen den Leben (Methode)
| Vollständige Bezeichnung | spirituelle Rückführung „Leben zwischen den Leben“ (Life Between Lives Spiritual Regression, LBL) |
|---|---|
| Typ | Methode der hypnotischen Rückführung |
| Begründer | Michael Newton |
| Gelehrt von | Newton-Institut |
Leben zwischen den Leben (engl. Life Between Lives, LBL; vollständige Bezeichnung: spirituelle Rückführung „Leben zwischen den Leben“) ist eine Methode der hypnotischen Rückführung, die der US-amerikanische Hypnotherapeut Michael Newton entwickelte. Im Unterschied zur klassischen Rückführung in frühere Leben konzentriert sich die Methode auf den Zeitraum, den die Seele nach Newtons Beschreibung in der geistigen Welt zwischen den Inkarnationen verbringt. Die Methode wird vom Newton-Institut gelehrt.
Bewusstseinszustand und Sitzung
Nach der Darstellung des Newton-Instituts wird der Zugang zu den „Erinnerungen der Seele“ über einen tiefen Trancezustand erreicht, der als „überbewusst“ (superconscious, Überbewusstsein) bezeichnet wird. Die Sitzung ist als ausgedehnte hypnotische Rückführung aufgebaut: Der Klient wird zunächst durch die Erinnerungen des gegenwärtigen und eines früheren Lebens geführt und anschließend in den Zustand zwischen den Leben. Das erklärte Ziel der Praxis ist nach Formulierung des Instituts das Erleben von „Liebe, Mitgefühl und dem Verständnis der Lebensbestimmung“.
Stationen der Zwischenreise (nach Newton)
In Newtons Modell wird der Übergang der Seele als Abfolge beschrieben:
- Tod und Ablösung vom Körper;
- „heilende Dusche“ – Wiederherstellung der Energie;
- Begegnung mit dem Geistführer und Rückschau auf das vergangene Leben;
- Rückkehr in die eigene Seelengruppe (in der Regel 3–25 verwandte Seelen);
- Ältestenrat (gewöhnlich drei bis sieben), verbunden mit der Aufarbeitung des Karmas;
- Planung des nächsten Lebens und Wahl des Körpers (Ring des Schicksals);
- erneute Inkarnation mit Verlust der Erinnerung an die geistige Welt.
Kartografie der geistigen Welt (nach Newton)
In seinen Beschreibungen umfasst die geistige Welt einen „Verteilerknoten“, eine „Bibliothek der Leben“ mit den Aufzeichnungen der Inkarnationen, eine „Stadt der Schatten“ (Rehabilitation) und einen „Raum der Verwandlung“. Die Seelen werden in sechs Entwicklungsebenen eingeteilt, denen Newton Aurafarben zuordnete – von Weiß (Anfänger) bis Indigoviolett (fortgeschrittene „Meister“).
Ursprung und Verbreitung
Die Methode entstand aus Newtons Praxis ab dem Ende der 1960er-Jahre und wurde in seinen Büchern dargelegt, vor allem in „Die Reisen der Seele“ (1994). Zur Ausbildung von Fachleuten gründete Newton 2002 die heute als Newton-Institut bekannte Organisation; ihren Angaben zufolge wird die Methode von über 200 zertifizierten Facilitatoren in 40 Ländern praktiziert.
Quellen
- Michael Newton: „Die Reisen der Seele“ (1994), „Die Abenteuer der Seelen“ (2000) – Llewellyn Publications
- Newton-Institut – newtoninstitute.org
- Frühe Version der Institutswebsite (Copyright 2003–2005) im Internet Archive